Kulturreiches Asien: Sumatra
- 9. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Radreise Indonesien
Faszinierende Landschaft, majestätischen Vulkanen und dichter Dschungel. Unsere Radreise durch Asien wird nicht nur unsere Ausdauer und Widerstandsfähigkeit testen, sie wird uns auch hinein in die unberührte Natur führen und uns die kulturelle Vielfalt Sumatras näherbringen.
Vom Dschungel zum Vulkan
Da wir in Indonesien nur 30 Tage bleiben dürfen, beschränken wir unseren Aufenthalt und unsere Radreise durch Indonesien auf eine Handvoll Sehenswürdigkeiten, darunter die Besteigung des aktiven Vulkans Gunung Sibayak in Berastagi.
Von unserem Resort Aufenthalt, wir durften sogar zwei Nächte kostenlos dort verbringen, fahren wir über die sich windende Hauptstraße den steilen Berg hinauf bis wir den berühmten Touristenort erreicht haben. Am Ortseingang erwarten uns schon die ersten Ständchen mit T-Shirt und Souvenirs, denen wir beim Vorbeifahren wenig Aufmerksamkeit schenken. Wir wollen uns erstmal ein Hotel suchen. Da wir schon viele abenteuerliche Dinge über die Hotels auf Sumatra und in Indonesien gehört haben, von Schimmeligen Wänden, über benutzte Betten oder Mäusekot, wollen wir uns erst ein Paar Zimmer zeigen lassen, bevor wir uns für eins entscheiden und online buchen (meist günstiger als vor Ort). Unsere Wahl fällt auf das beliebte Backpacker Gästehaus Kaesa Homestay.

Am nächsten morgen machen wir uns auf eigene Faust auf den Weg zum Vulkan Gunung Sibayak. Dazu wollen wir mit den kleinen Stadtbussen bis zum Start des Wanderweges fahren. Nach nur 10 Minuten setzt uns der Fahrer am Buswendeplatz ab. Hier ist Endstation, weiter fährt er nicht. Wir setzen unsere Reise zum Trailhead also zu Fuss weiter. Schnell wird deutlich, warum die Busse nicht weiter fahren: auch hier gibt es große Erdrutsche, die beinahe die ganze Straße unter sich begraben haben. Nur die rustikalen Motorräder und vereinzelte private Taxis fahren noch an uns vorbei.
Auch hier führt uns der Weg immer bergauf und die Luftfeuchtigkeit ist hier oben, beinahe in den Wolken, enorm hoch. Also versuchen wir nochmal unser Glück mit Hitchhiking und halten den Daumen raus, aber keines der Taxis hält an. „Vielleicht eines der Motorräder?“ Auf den indonesischen Motorrädern sitzt eh gefühlt immer die ganze Familie mit an Bord. Wir haben Glück als wenig später ein älterer Mann allein auf einem Zweirad bei uns anhält. Kurzer Hand verstaut er sein Gepäck anderorts und wir nehmen beide hinter ihm Platz. Natürlich haben wir keine Helme dabei – also nicht Nachmachen!
Die holperige Fahrt ist ein riesiger Spaß! Als uns der freundliche Mann ohne einen Unfall am Ziel absetzt, verweigert er noch vehement unser Weggeld.
Ein steiniger Weg bringt uns nach knapp zwei Kilometern hinauf zum Rand des Kraters. Wir stehen mitten in den Wolken und können unsere Hand vor Augen kaum sehen. Im dichten Nebel können wir die Umrisse von einigen Zelten wahrnehmen. Zischende Geräusche kommen aus dem Boden. Dort wo die heißen Gase aus dem Gestein aufsteigen, haben sich gelbe Schwefelrückstände abgelagert - faszinierend.
In Berastagi besuchen wir im Laufe des Tages noch den Markt, von dem es zwei gibt: den einen für Touristen und den anderen für die Einheimischen. Wir besuchen selbstverständlich letzteren. Märkte zu besuchen ist eines unser Lieblingsbeschäftigungen in solch exotischen Länder, aber hier noch viel aufregender als zuvor die chinesischen Food Courts in Singapur. Von Gewürzen, über Obst und Gemüse, vor Ort geschlachtete Hühner und Fische, bis hin zu frischem Tofu und Dingen für den Alltäglichen Bedarf darunter Shampoo und Waschmittel in Portionsgrößen (sieht aus wie eine Salatmischung) und und und...
Zurück auf dem Rad fahren wir über viele kleine Nebenstraßen zum nächsten Zielort, dabei passieren wir einen weiteren Vulkan, Gunung Sinabung, der große Bruder und weitaus gefährlichere der beiden Vulkane. Wie aus dem Bilderbuch steht er da, ein perfekter Kegel. Am Fuße des gewaltigen Bergs wird seine zerstörende Kraft sichtbar. Ein riesiger, getrockneter Lavafluss, der bei seinem letzten Ausbruch im Jahr 2021 entstand, verschlang dabei nicht nur Felder und Straßen, sondern auch ganze Dörfer und hinterließ eine karge, schwarze Landschaft aus erkaltetem Gestein.

In unserem neuesten Sumatra Video bekommst du einen kleinen Einblick über unsere Radreise durch Indonesien und unser Abenteuer durch den Dschungel von Indonesien




























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