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Kulturreiches Asien: unsere Radreise durch Indonesien

  • vor 13 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Sumatra by Bike - Das eigentliche Abenteuer beginnt jetzt: es geht mit einer Fähre von Singapur nach Indonesien. Was sich so einfach anhört kann sich in Indonesien schon einmal zu einer nervenaufreibenden Aktion entwickeln...



Viel vertrauen und etwas Glück

In Singapur ist noch alles ganz einfach und so schieben wir die Fahrräder bis direkt vor den Check-In Schalter und die Sicherheitskontrollen, wo wir zuletzt dann noch eine Gebühr für die Fahrradmitnahme entrichten müssen.

Die Grenzbeamten an der winzigen Umsteige-Insel Tanjun Balai Karimun haben definitiv nicht oft mit Europäern zu tun, dementsprechend lang dauert es bis wir endgültig das Visum haben.


Das Ticket für die Nachtfähre nach Medan auf Sumatra buchen dann freundliche Hafenarbeiter für uns – ja, ein absolutes No-go passiert gleich zu beginn. Wir geben wild fremden Menschen eine nicht geringe Menge an Bargeld, dazu noch unsere Passdaten damit sie für uns die Fährtickets kaufen können. Wäre nicht einer der beiden netten und gastfreundlichen Indonesier von der offiziellen Hafensicherheit gewesen, hätten wir wahrscheinlich nicht so viel Vertrauen gehabt. Also, bitte nicht Nachmachen!



Wenige Stunden später besteigen wir in gleicher, abenteuerlichen Weise die Fähre, dazu werden die Räder eine viel zu enge klapprige Holztreppe hinaufgetragen, diese hängt von der Längsseite der Fähre hinunter, mitten auf offener See – „Oh je, ob das gut geht?!“ Es ging gut und am nächsten Tag sind wir schon in Medan, unserem Zielort im Norden Sumatras angekommen. Hunderte Menschen warten am Hafen auf Freunde, Familie, Geschäftspartner, Waren wie Kühlschränke, Waschmaschinen und was es sonst noch so alles an Bord der Fähre geschafft hat. Es ist ein Gedränge, wie wir es noch nie zuvor gesehen haben.



Hinein ins Getümmel

Die Reizüberflutung geht im indonesischen Straßenverkehr weiter. Auf den ersten Blick ist es alles ein riesen Chaos, doch wir haben schnell raus wie der Hase läuft: die vielen Roller sind kaum schneller als wir auf unseren schwerer Fahrrädern und so rollen wir mit ihnen durch den abendlichen Verkehr zu unserem ersten Hotel.

Am nächsten Morgen sind wir frisch, ausgeschlafen und bereit für Indonesien. Unsere Radreise durch Asien kann starten! Wir verlassen Medan und nach kurzer Zeit stehen wir mitten im Grünen. Eine Landstraße bringt uns in die Berge, Bananen wachsen am Straßenrand. Hier und da stehen kleine Haine von Kautschukbäumen, Papaya- und Ananaspflanzen stehen direkt neben der offenen Abwasserrinne. Der Übergang von Feld und Regenwald ist kaum sichtbar.



Wir quälen uns in der Mittagshitze die nicht enden wollende Steigung hinauf und trotz Ramadan sind in jedem Dorf kleine Restaurants und Essensstände geöffnet. An einem laufen kleine bunt gefärbte Hühner Küken zwischen unseren Füssen hin und her. Sehr süß aber wie um alles in der Welt haben die Küken die knallbunte Farbe angenommen?! Wir vermeiden uns die Qual bildlich vorzustellen. An dem anderen schwirren zahlreiche Fliegen auf dem getrockneten Fisch in der Auslage umher – hier essen wir lieber nicht. Es wird immer später und wir haben noch nicht einmal die Hälfte des Berges geschafft auf dessen Anhöhe uns eigentlich ein kleiner Naturcampingplatz erwarten sollte. Als uns ein großer Pickup Truck passiert fragen wir, ob der Fahrer uns ein Stück mitnehmen würde. Im Wagen sitzt gleich eine ganze Familie. Wir kommen ins Gespräch und ehe wir uns versehen, sitzen wir samt Gepäck und Fahrräder auf der Ladefläche des kräftigen Fahrzeugs. Bis zum Campingplatz ist es eine ganze Weile und die Straße ist in einem furchtbaren Zustand. Eine Flut hat sie nahezu unpassierbar gemacht.


Beim nächsten Halt kommt Arif zur Ladefläche und fragt uns in sehr guten Englisch, wo wir aussteigen wollen. Wir könnten aber auch mit zu seinem Resort kommen, das liegt aber wieder etwas den Berg hinunter. Das passt uns eigentlich nicht, aber bei dem Gedanken an ein Resort mit Wasserfällen und Pools fällt uns die Entscheidung nicht schwer. Wenig später fahren wir auf den Platz. Er liegt mitten in der Natur, ein kühler Fluss teil das Resort in zwei Hälften. Auf der einen Seite gibt es kleine Cottages, auf der anderen ein Restaurant und erfrischende Pools, die alle vom Wasser des Flusses gespeist werden. Alles ist sehr ''indonesisch“, hier und da liegt Müll herum und viele Arbeiten sind provisorisch und vor allem praktisch erledigt worden. Es steckt viel Potential in diesem wunderbaren Ort, aber für die ausschließlich indonesische Kundschaft, die auch für unsere Verhältnisse viel Geld für einen Aufenthalt hier bezahlen, ist dies ein Hauch von Luxus. Und nicht nur für sie – wir genießen die Abkühlung im Fluss und dürfen in einer der herrlichen Hütten schlafen.










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Das sind wir

Wir sind Stefan & Romina: Unser Weg ist das Ziel. Von Deutschland nach Australien und zurück –  nur mit Fahrrad und dem Schiff. Hier dokumentieren wir unser nachhaltiges Abenteuer, das Leben im Zelt und was diese Reise noch so mit sich bringt.

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