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Radreise Asien: durch Thailand mit Rad und Zug

  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Faszinierende Landschaft, eindrucksvolle Tempel und leckeres, gesundes Essen. Unsere Radreise durch Asien führt uns hinein in die flachen Ebenen entlang des Golf von Thailand und hinein in die grünen und bewaldeten Hänge im Norden des Landes. Dabei darf eine entsprechende Würze (bzw. Spannung) natürlich nicht fehlen und die gibt es diesmal in ganz neuer Form...


Wir verlassen Thailands Süden und machen uns langsam aber sicher auf den Weg in den Norden von Südostasien. Unsere Asien Radreise führt uns durch viele Dörfer an Flüssen und an der Küste des thailändischen Golfs entlang, die alle samt vom Fischfang leben. Egal in welchem Land, Fischerboote samt Inventar und Ausrüstung wie Netzen und Reusen schauen wir uns immer gern an - obwohl wir inzwischen Fische lieber lebendig im Wasser schwimmen sehen als tot gebraten oder frittiert auf einem Teller – Fische sind Freunde, kein Futter!



Die großen Seen im Südosten des Lande, den großen Seen Thale Luang und Thale Noi (Bedeutung „großes Meer“ und „kleines Meer“), überqueren wir über eine nicht enden wollene Brücke von der aus wir einen herrlichen Blick auf die Wasserflächen haben. Wasserbüffel waten und baden im Wasser, auf Sandbänken sammeln sich Seeschwalben und Regenpfeiffer und in der Ferne schwimmen kleine farbenfrohe Enten. Ein herrlicher Ort, nicht nur für Ornithologen!


Ein weißer Wasserbüffel im Thale Noi.
Ein weißer Wasserbüffel im Thale Noi.

How to take a train in Thailand?

Von hier aus geht es mit dem Zug in Richtung Bangkok. Wegen der Feierlichkeiten rund um das Wasserfest ist der Zug für die nächsten Tage ausgebucht, aber die Mitarbeiter der Zuggesellschaft erkennen unsere verzwickte lange und verkaufen uns zwei der letzten Stehtickets. Stehticket in einem Nachtzug heißt, wie der Name schon sagt, STEHEN. Es gibt weder einen Sitzplatz noch ein Bett im Schlafwagon... also, eigentlich. Als der Zug in der Dämmerung eintrifft werden wir gebeten die Fahrräder zum vordersten Wagon zu schieben, wo uns Mitarbeiter helfen die Räder und Gepäck einzuladen. Alles wird im Wagen gut verzurrt, dann werden wir gebeten Platz zunehmen. „Wie, Platz nehmen?“ An diesem Abend haben wir den wohl angenehmsten, zwar nicht unbedingt den bequemsten, Platz im ganzen Zug. Wir teilen uns das riesige Abteil mit etwas Gepäck und zwei anderen Stehplatz-Reisenden Wir machen es uns bequem auf unseren Isomatten und genießen fast schon luxuriös den Sonnenuntergang im Golf von Thailand.



Bangkok, das Tor in den Norden

Die Nacht war schaukelig und trotz dessen wir es uns so bequem wie möglich gemacht haben, haben wir nicht gut geschlafen. Zu unruhig war die Fahrt mit dem veralteten Zug.

Bald schon trefffen am Horizont die ersten größeren Wolkenkratzer ein. Es ist die Skyline von Bangkok. Wir benutzen die Hauptstadt von Thailand nur als Umsteigeort. Zu viele schöne Tempel, zu viele farbenfrohe Märkte haben wir inzwischen in Südostasien besucht, als das wir uns unseren Eindruck durch die touristische und laute Großstadt kaputt machen lassen wollen. Wir haben kein Interesse an Orten wie Wat Saket, der goldenen Tempel, die quirlige Khao San Road oder Patpong Nacht Markt zu besuchen, auf denen u.a. frittierte Skorpione für die Touristenmassen angeboten werden. Warum haben wir dieses Zeug wohl auf keinem anderen thailändischen Markt bis jetzt gesehen?

Anstelle dessen verbringen wir ein Paar Tage in der Stadt und erkunden die Parks, denn ob man es glaubt oder nicht. Die Parks in Bangkok bewohnen einige interessante Spezies darunter einige Eulenarten.



Ein weiterer Nachtzug bringt uns weitere hundert Kilometer in den Norden des südostasiatischen Landes. Diesmal hatten wir nicht ganz so viel Glück und wir durften nicht im Gepäckabteil mitfahren, statt dessen haben wir unsern Sitzplatz wie alle anderen eingenommen und um kurz nach fünf stehen wir am verlassenen Bahnhof in Uttaradit. Die letzte Strecke zur laotischen Grenze wollen wir mit dem Rad zurücklegen.



Die Routenplanung fällt uns hier im Norden nicht leicht, denn jedes der Täler sieht verführerisch aus, alle samt sind umgeben von vielen grünen Hügeln mit Naturparks und Schutzgebieten. Überall führt uns die Straße vorbei an guter Infrastruktur mit Dörfern die wir jeden Tag passieren werden. Wir wägen also ab zwischen Höhenmetern und Gesamtkilometern und sind mit dem Ergebnis recht zufrieden. Es ist ein abwechslungsreicher Mix aus Wald, Teak Plantagen, Reisfeldern und Wasserläufen. Kurz vor der Grenze beziehen wir ein letztes Mal eine kleine thailändische Hütte, waschen Wäsche und sortieren die letzten Fotos und Videos.




Unsere Radreise durch die Bergwelt im Norden von Thailand startet, wie das letzte Video endete, mit einer langen und holperigen Fahrt mit dem thailändischen Nachtzug.








Das sind wir

Wir sind Stefan & Romina: Unser Weg ist das Ziel. Von Deutschland nach Australien und zurück –  nur mit Fahrrad und dem Schiff. Hier dokumentieren wir unser nachhaltiges Abenteuer, das Leben im Zelt und was diese Reise noch so mit sich bringt.

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